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Gerhard Merz, geboren 1947, hat an der Münchner Akademie Malerei studiert.
Er lebt heute in Pescia und Berlin und lehrt an der Düsseldorfer Akademie.
Seit Mitte der siebziger Jahre hat er in seiner Kunst ein Konzept der
Malerei entwickelt, das stark durch
architekturbezogenes Denken bestimmt ist. Von der Idee ausgehend, dass
die Moderne nur mit den Mitteln
der Architektur fortgeführt werden kann, untersucht Merz seit Jahren
systematisch die Tragfähigkeit
bestimmter architektonischer Ausdrucksformen, besonders die von Mies
van der Rohe.
Neben dem Bezug zu den Bemühungen der Moderne sind seine Bezugspunkte
die konzeptuellen
Auffassungen und Erfahrungen der Kunsttheorie der siebziger und achtziger
Jahre.
Dabei nimmt Merz einen Standpunkt ein, der von der Kunst als einem autonomen
geistigen Bereich
ausgeht. Sowohl hohe Komplexität der reflektierten Bezüge - zu nennen
sind Marcel Duchamp, Kasimir
Malewitsch, Barnett Newman, Ad Reinhardt - als auch größtmögliche formale
Klarheit werden in jedem
seiner Werke angestrebt.
Das Singuläre seiner Position und die hohe ästhetische Qualität seiner
Werke machen ihn zu einem der
renommiertesten und einflussreichsten deutschen Künstler der Gegenwart.
Als wichtige Projekte der letzten Jahre sind zu nennen:
1997 Venezia, Deutscher Pavillon, Biennale Venedig,
Bozen Bolzano, Gil-Gebäude, Bozen;
1998 Einzelausstellung im Helmhaus Zürich
1999 Saal im Alten Museum im Rahmen der Ausstellung Das XX. Jahrhundert.
Ein Jahrhundert Kunst in Deutschland in Berlin und die künstlerische
Gestaltung des gerade fertiggestellten Auswärtigen Amtes in Berlin.
2000 Mit dem Projekt in Hannover bündelt Gerhard Merz sein künstlerisches
Schaffen der letzten 25 Jahre in
einer großen Werksynthese.
Wichtige Einzel- und Gruppenausstellungen
1976 Seerosen, Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf (E)
1977 documenta 6, Kassel
1980 I love my time, Ink Halle für internationale Kunst, Zürich
(E)
1981 Westkunst, Köln
1982 documenta 7, Kassel
1983 Ohne Titel, Foodmarket Gallery, Edinburgh (E)
1984 Von hier aus, Messehallen, Düsseldorf
1985 Kunst in der Bundesrepublik Deutschland, Nationalgalerie
Berlin
Aus den Alpen, Barbara Gladstone Gallery, New York (E)
1986 Elfenbeinschwarz, Galerie nächst St. Stephan, Wien (E)
Dove Sta Memoria, Kunstverein München (E, K)
Chambre damis, Museum van Hedendaagse Kunst, Gent
1987 documenta 8, Kassel
Salve MCMLXXXVII, Kunsthalle Baden-Baden (E, K)
1988 Eupalinos, Musée de Peinture et de Sculpture, Grenoble (E,
K)
1989 Costruire, Kunsthalle Zürich (E, K)
Archipittura, AR/GE Kunst, Museum-Galerie, Bozen (E, K)
Object/Site/Sensation, Museum of Contemporary Art, Chicago
Einleuchten, Deichtorhallen, Hamburg
1990 De Ordine Geometrico, Stichting de Appel, Amsterdam (E,
K)
Den Menschen der Zukunft, Kunstverein Hannover (E, K)
1991 Für Ludwig Mies van der Rohe, Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf
(E)
Metropolis. Internationale Kunstausstellung Berlin, Martin-Gropius-Bau,
Berlin
1992 Studiolo, Hamburger Kunsthalle (E, K)
Archipittura, Deichtorhallen Hamburg (E, K)
Archipittura, Los Angeles County Museum of Art (E)
documenta 9, Kassel
1993 Galleria Giorgio Persano, Turin (E, K)
1994 Berlin Travertin Romano Classico, Galerie Max Hetzler, Berlin
(E)
Lustgarten, Architektur vor dem alten Museum von Schinkel, Berlin (Entwurf)
1995 Gerhard Merz Berlin, Kunst-Werke Berlin (E, K)
Palast der Künste, Kölnischer Kunstverein,
1996 Berlin MCMXCVI, Lichtinstallation für den Potsdamer Platz,
Berlin
Licht, Kunsthalle Basel (E, K)
1997 Venedig Venezia, Biennale Venedig, Deutscher Pavillon, Venedig
(E, K),
Bozen Bolzano, Gil-Gebäude, Bozen (E, K)
1998 Gerhard Merz, Helmhaus Zürich (E, K)
1999 Das XX. Jahrhundert. Ein Jahrhundert Kunst in Deutschland,
Altes Museum, Berlin
2000 Kunstverein Hannover und Hauptgüterbahnhof, Hannover
Quelle: Kunstverein Hannover
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