| ein|räumen ARBEITEN IM MUSEUM 60 aktuelle Projekte in der Hamburger Kunsthalle |
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"Mit gerechtem Stolz dürfen Hamburgs Bürger auf diese der edlen Kunst
gewidmeten Hallen und auf das, was sie enthalten, blicken!" heißt es
1869 zur Eröffnung der Hamburger Kunsthalle. Rund 130 Jahre später öffnet
die Kunsthalle anläßlich der Ausstellung "ein|räumen"
ihre Räume für 48 international tätige Künstler und Künstlerinnen.Werke
aus dem Sammlungsbestand der Hamburger Kunsthalle, ergänzt um einige
historische Positionen, leiten das Projekt her. In der Ausstellung wird der gesamte Museumskomplex der Hamburger Kunsthalle mit seinen gewachsenen Strukturen und den Bereichen, die üblicherweise im Rahmen von Ausstellungen nicht in Erscheinung treten, zum Arbeitsfeld. Künstler und Künstlerinnen untersuchen die institutionellen Rahmenbedingungen, sie fragen, welche Möglichkeiten das Museum für sie bereitstellt und wie sich ihre Kunst in diesem Kontextverhält. Das Künstlerduo p.t.t.red ermittelt den Wert der Hamburger Kunsthalle. Angela Bulloch, Andrea Fraser und Stephen Willats legen implizite Regeln der Institution offen, während Franka Hörnschemeyer und Heimo Zobernig die architektonische Struktur der Ausstellungsräume auf ihre Weise bearbeiten und damit ins Bewußtsein rücken. Zobernig läßt sich als Künstler in Dienst nehmen: Er gestaltet die Ausstellung "Rembrandt, oder nicht?", die gleichzeitig in der Hamburger Kunsthalle zu sehen ist und so zur Ausstellung in der Ausstellung wird. Mit den Arbeiten von Klaus Föttinger, Christine Hill, Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt, Sery C. und Susanne Weirich werden alltägliche Funktionsbereiche im Museum umgewertet. Café, Foyer und Toiletten werden zu Ausstellungsräumen. Die Künstler und Künstlerinnen spielen mit den tradierten Erwartungen der Ausstellungsbesucher und unterlaufen sie zugleich. Was sich verändert, wenn ein Raum mit alltäglichen Funktionen im Museum installiert wird, veranschaulichen Arbeiten von Maria Eichhorn, Rikrit Tiravanija und Carsten Höller. Sie laden zum Verweilen, zur Rekreation, zur Unterhaltung und zum Nachdenken über die Wahrnehmungsweisen ein, die das Museum den Anwesenden einräumt. "ein|räumen" löst somit die alte Forderung Alfred Lichtwarks, des ersten Direktors der Hamburger Kunsthalle ein: "So lange Museen nicht versteinern, werden sie sich wandeln müssen. Jede Generation wird ihnen neue Aufgaben bieten und neue Leistungen abverlangen." Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen
Weitere Informationen erhalten Sie von Silvia Baumgart Tel. 040 - 42854 3210 / Fax 040 - 42854 3885 Ausstellung |
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