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Für Sery C. ist ein Bild an der Wand nicht einfache Fläche, sondern
räumliches Objekt, das durch seine bildexternen formalen Bedingungen
ebenso bestimmt ist wie durch seine bildimmanenten Prinzipien.
Seine Malerei erstreckt sich in den Raum.
Er konzentriert sich auf marginale Orte im Kunstbetrieb, auf Foyer-,
Büro- und Toilettenräume.
In der Galerie der Gegenwart wird eingefärbter Industriekautschuk auf
Wände und Urinoirs der Herrentoilette im Sockelgeschoß nach zuvor festgelegten
Begrenzungen aufgetragen.
Dem malerisch-konstruktiven Auftrag folgt die 'Häutung' der Farbschicht.
Das so entstandene Bild-Raum-Objekt ist im Vier-Säulen-Raum vor der
Toilette ausgestellt.
Gegenüber, auf der Damentoilette, hat Sery C. einen Videomonitor montiert,
der die übliche Erfahrung des Sanitärraums ebenfalls äußerst irritierend
unterläuft.
Sery C. überschreitet mit seiner Arbeit nicht nur gattungsspezifische,
sondern auch funktionale Grenzen sowie die auf Toiletten übliche Trennung
nach Geschlechtern.
Beide Toilettenräume sind Ausstellungsräume und zugleich Sanitärräume.
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