Andreas Wegner präsentiert in einem Ausstellungskompartiment in
der Galerie der Gegenwart ein Ensemble kleiner Sonnenherde.
Diese Öfen, die in der Dritten Welt eingesetzt werden, da sie Licht
bündeln und in Wärme verwandeln, gewinnen im Museum skulpturale Qualitäten.
Broschüren verweisen als Teil der Installation auf die üblichen Gebrauchsfunktionen
der Geräte. Sie stellen Bauanleitungen und Rezepte zur Lektüre bereit.
Sonnenenergie kann zum Kochen, Backen oder Trocknen genutzt werden,
je nach Konstruktionsweise des Apparats.
Wegner stellt eine Gruppe von Herden so aus, daß der Eindruck eines
Messestandes entsteht. So gerät neben der ästhetischen Form auch die
außerkünstlerische Funktion der Sonnenherde ins Bewußtsein.
Der symbolische Verweis auf einen Energietransfer durch die Solarkocher
verknüpft die funktionale Ebene des Gebrauchs mit der ästhetischen.